Projekt DIN 19533 - 17. Mai 2004 - 586ft-Phase
Projekt DIN 19533 - 14. April 2004 - 349ft-Phase

 

 

 

Projekt DIN 19533

April ff 2004
Schwerte, Ruhrwiesen

 

586ft Phase
17. Mai 2004
Der Bogen zwischen Wald und Halde

Noch immer liegt der Müll hinter der Rohrmeisterei, deshalb war es den Künstlern am 17. Mai möglich, ihr Projekt DIN 19533 mit der 586ft Phase fortzuführen.

Diesmal spannten sie einen Bogen zwischen totem Holz des Waldes und dem Abraum der Schwerter. Nach Auskunft der Künstler sollen die dabei verwendeten leuchtend orangenen Tücher auf keinerlei religiöse Symbolik verweisen.

Abermals gelang es den Künstlern sich weitgehend auf Materialien des städtischen Ablageplatz zu beschränken.

Anders als bei der 349ft Phase - die noch am gleichen Tage von unbekannten wieder zerstört wurde - stand die Installation bei Redaktionsschluss noch unversehrt auf dem Gelände. Wegen der Nässe und der dort umher liegenden scharfkantigen Gegenstände empfehlen die Künstler interessierten Besuchern festes Schuhwerk und derbe Kleidung.

Nachdem unterdessen Gras und Brennnesseln auf der Halde sprießen sind die Künstler zuversichtlich das Projekt demnächst in Form einer weiteren Phase fortsetzen können.

Projekt DIN 19533

17. Mai 2004

Fotos: Wolfram Lakaszus

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349ft-Phase
14. April 2004
Bepflanzung des kontaminierten Berges


Die Ruhrwiesen sind das Naherholungsgebiet der Schwerter.
Sie sind zu Fuß in wenigen Minuten aus der Innenstadt erreichbar.
Im Bereich hinter der frisch renovierten Rohrmeisterei laden die Ruhrwiesen zum Erkunden und Erforschen ein, denn unmittelbar neben der naturgeschützen Wiese und dem kleinen Wäldchen befindet sich eine riesige innerstädtische Schutthalde.

Kaum ein Grashalm wächst auf dem belasteten Aushub der gespickt ist mit Autorreifen, Bauzäunen, Stahl- und Kunststoffrohren, Fässern und Möbelteilen, Matratzen und Styropor, Glas, Straßenlaternen und Schildern, Textilien und scharfkantigen Blechen.

Gerüchten zufolge sollen die Schwerter Bürger und ihre Touristen noch auf unbestimmte Zeit mit dieser chaotisch-morbiden und nicht ganz ungefährlichen Landschaft im "The-Day-After-Stil" leben.

Ein Umstand, der es erforderlich macht, sich zu arrangieren.

Am vergangenen Samstag hat eine Gruppe von Künstlern die Initiative ergriffen und ihr Projekt "DIN 19533" mit der "Phase 349ft" gestartet.
Aus den unzähligen, teilweise verschütteten, teilweise offen herum liegenden Polyethylenrohren wurden Stücke passabler Länge gefertigt, mit einem natürlich anmutenden Farbanstrich versehen und in einer natürlich anmutenden Weise auf dem giftigen Schuttberg verpflanzt.

Für eine kurze Zeit erstrahlte durch das trübe verregnete Wetter eine scheinbar friedliche Parklandschaft mit palmenähnlichen Pflanzen.

Freilich hielt die Installation nur wenige Stunden.

Zum Konzept der Künstler gehörte es, sich möglichst auf Materialien zu beschränken, die vor Ort gefunden wurden. So verzichteten sie auf den Einsatz von Betonfundamenten. Ein Umstand, der den vernachlässigten Kids rund um die Rohrmeisterei beinahe den Spaß bei der Zerstörung des Kunstwerkes geraubt hätte.

Projekt DIN 19533

14. April 2004

Fotos: Sergei Pfeifer

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